Rechtsprechung

RS0030499

Nach § 1331 ABGB kann der Geschädigte vom Schädiger den Wert der besonderen Vorliebe hinsichtlich des beschädigten Gutes verlangen, wenn der Schaden durch eine strafrechtlich verbotene Handlung oder aus Mutwillen und Schadensfreude verursacht wurde. Wert der besonderen Vorliebe meint den außerordentlichen Wert iSd § 305 ABGB und ist immaterieller Schaden. Der Wert der besonderen Vorliebe muss als solcher im Verfahren erster Instanz ausdrücklich verlangt werden.

Rechtssatz:

Der Wert der besonderen Vorliebe muss als solcher im Verfahren erster Instanz ausdrücklich verlangt werden.

Gericht:
OGH
Geschäftszahl:
8Ob289/68; 6Ob563/80; 9Ob51/11g; 9ObA56/11t; 10Ob27/16t
Entscheidung:
11.10.2016
Norm:
ABGB §1323 D
ABGB §1331 ABGB § 1323 heute ABGB § 1323 gültig ab 01.01.1812 ABGB § 1331 heute ABGB § 1331 gültig ab 01.01.1812

Entscheidungstexte


8 Ob 289/68 8 Ob 289/68 Entscheidungstext OGH 03.12.1968 8 Ob 289/68 Veröff: EvBl 1969/179 S 268

6 Ob 563/80 6 Ob 563/80 Entscheidungstext OGH 18.06.1980 6 Ob 563/80 Beisatz: Gleiches gilt auch für die bei groben Verschulden zustehende volle Genugtuung im Sinn der §§ 1323, 1331 erster Fall ABGB, welche auch den entgangenen Gewinn umfasst. (T1)