Rechtsprechung

RS0092581

Eine Gehirnerschütterung mit lang andauernder Bewusstlosigkeit ist eine an sich schwere Verletzung. Auch ein Schädelhirntrauma mit Bewusstlosigkeit und Veränderungen im Hirnstrombild entspricht dem Begriff der an sich schweren Verletzung.

Rechtssatz:

Eine Gehirnerschütterung mit lang andauernder Bewußtlosigkeit ist eine an sich schwere Verletzung (Bewußtlosigkeit vom Unfall bis zum Operationsbeginn).

Gericht:
OGH
Geschäftszahl:
9Os251/59; 5Os78/35 (5Os79/35); 11Os251/62; 11Os68/66; 10Os57/73; 12Os85/78; 11Os97/78; 13Os108/83
Entscheidung:
03.03.1960
Norm:
StGB §84 A

Entscheidungstexte


5 Os 78/35 5 Os 78/35 Entscheidungstext OGH 18.02.1935 5 Os 78/35 Beisatz: Dauer der Bewußtlosigkeit aus der Veröffentlichung nicht zu entnehmen. (T1) Veröff: SSt 15/16

9 Os 251/59 9 Os 251/59 Entscheidungstext OGH 03.03.1960 9 Os 251/59

11 Os 251/62 11 Os 251/62 Entscheidungstext OGH 13.12.1962 11 Os 251/62 Beisatz: Mehr als halbstündige Bewußtlosigkeit. (T2)

11 Os 68/66 11 Os 68/66 Entscheidungstext OGH 30.06.1966 11 Os 68/66 Beisatz: Somnolenz noch bei Einlieferung ins Krankenhaus mit retrograder Amnesie. (T3) Veröff: ZVR 1967/79 S 77

10 Os 57/73 10 Os 57/73 Entscheidungstext OGH 22.05.1973 10 Os 57/73 Veröff: EvBl 1973/285 S 580